Schüler malen gern

Diese Kurzgedichte können gut als Zungenbbrecher dienen und von Schülern könnten die auch gemalt werden. Es sollte fantastisch aussehen, meine ich.

Das Reh

Es steht ein Reh im Schnee am See.

Mir tut es in der Seele weh,

wenn ich das Reh im Schnee stehn seh.

Die Ameisen (Joachim Ringelnatz)

In Hamburg lebten zwei Ameisen,

die wollten nach Australien reisen.

Bei Altona auf der Chaussee,

da taten ihnen die Beine weh,

und da verzichteten sie weise

dann auf den letzten Teil der Reise.

Der Funke (Joachim Ringelnatz)

Es war einmal ein kleiner Funke!

Das war ein großer Erzhalunke.

Er sprang vom Herd und wie zum Spaß

Gerade in ein Pulverfass.

Das Pulverfass, das knallte sehr;

Da kam sofort die Feuerwehr

Und spritzte dann mit Müh und Not

Das Feuer und das Fünkchen tot.

Verschwunden (Josef Guggenmos)

Es war einmal ein Zuckerstück,

ein Brocken, weiß wie Schnee.

Der fiel in den berühmten See

Mit Namen Lindenblütentee.

Er kam nicht mehr heraus, oje,

und ist auch nicht mehr drinnen.

Der Löffel sucht und sucht herum

Voll Schrecken und Bewunderung.

Der Schnupfen (Christian Morgenstern)

Ein Schnupfen hockt auf der Terrasse,

auf dass er sich ein Opfer fasse

und stürzt alsbald mit großem Grimm

auf einen Menschen namens Schrimm.

Paul Schrimm erwidert prompt: “Pitschü!”

und hat ihn drauf bis Montag früh.

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