Heute, um genauer zu sein, am 31. Mai fängt das Seminar SCHREIBWERKSTATT VILNIUS 2009/LINZ09-PROJEKT an. Beim Studieren des Programms habe ich verstanden, dass am Ende des Seminars alle Teilnehmer, darunter auch ich, Vilnius als Kulturhauptstadt Europas 2009 im kreativen Schreiben darstellen müssen. Wenn das Thema schon im Voraus allen angeboten ist, glaube ich, dass es aber schon keine Kreativität erforderlich sei. Man will uns alle bewegen, Vilnius als eine echte Kulturhauptstadtt zu beschreiben. Ich bitte um Entschuldigung, wenn ich mich irre. Dieses Vorurteil will ich während der 5 Seminartage loswerden. Denn es ist mir immer schwierig wirklich was echt Lesenswertes zu schreiben, wenn irgendjemand mir ein Thema zuschiebt und sehr viel von mir erwartet.
Das Programm für die fünf Tage ist ja so anstrengend und umfangreich, dass ich schon meine Befürchtungen wieder habe, das nicht mitschaffen zu können. Und noch am Ende fit zu bleiben für den Donnerstagabend. Werde ich überhaupt das Vernünftige aus mir rauskriegen? Ich fühle mich nicht so stark in Deutsch zu sein, da ich Deutsch in der Abendabteilung an der Uni studiert habe. Und das Studium liegt schon eine Ewigkeit hinterher. Da ich ab und zu einen oder anderen Bericht oder Gedankenlauf meiner Webseite oder der Zeitschrift MITEINANDER vertraue, hilft mir wenig mich sicherer zu fühlen.Auch die Arbeit am Gymnasium, wo ich Deutsch als die 2. Fremdsprache unterrichte, trägt dazu bei, dass meine Deutschkenntnise einseitig sind. Desto mehr, dass das Interesse an Deutsch sehr gering ist wie von Seiten der Schüler so auch seitens der Kollegen und Schulleitung. Andererseits gehöre ich schon sozusagen zu der Generation, die ihren Platz den jungen und energievollen Kräften freimachen sollte.
Ungeachtet dessen will ich noch etwas lernen. Und KREATIVES SCHREIBEN hat mich immer interessiert. Daher sollten die jungen Kollegen mich verzeihen, dass ich zum Seminar komme. Linz ist nicht mein Ziel. Mein einziger Wunsch ist meine Ängste, meine Unsicherheit zu überwinden.
O Gott! Ich fühle mich schon jetzt wie in einem Glashaus!
