Schüler malen gern
June 15, 2008Diese Kurzgedichte können gut als Zungenbbrecher dienen und von Schülern könnten die auch gemalt werden. Es sollte fantastisch aussehen, meine ich.
Das Reh
Es steht ein Reh im Schnee am See.
Mir tut es in der Seele weh,
wenn ich das Reh im Schnee stehn seh.
Die Ameisen (Joachim Ringelnatz)
In Hamburg lebten zwei Ameisen,
die wollten nach Australien reisen.
Bei Altona auf der Chaussee,
da taten ihnen die Beine weh,
und da verzichteten sie weise
dann auf den letzten Teil der Reise.
Der Funke (Joachim Ringelnatz)
Es war einmal ein kleiner Funke!
Das war ein großer Erzhalunke.
Er sprang vom Herd und wie zum Spaß
Gerade in ein Pulverfass.
Das Pulverfass, das knallte sehr;
Da kam sofort die Feuerwehr
Und spritzte dann mit Müh und Not
Das Feuer und das Fünkchen tot.
Verschwunden (Josef Guggenmos)
Es war einmal ein Zuckerstück,
ein Brocken, weiß wie Schnee.
Der fiel in den berühmten See
Mit Namen Lindenblütentee.
Er kam nicht mehr heraus, oje,
und ist auch nicht mehr drinnen.
Der Löffel sucht und sucht herum
Voll Schrecken und Bewunderung.
Der Schnupfen (Christian Morgenstern)
Ein Schnupfen hockt auf der Terrasse,
auf dass er sich ein Opfer fasse
und stürzt alsbald mit großem Grimm
auf einen Menschen namens Schrimm.
Paul Schrimm erwidert prompt: “Pitschü!”
und hat ihn drauf bis Montag früh.