Seiner Feder gehören die Fabeln „Der Hahn und die Perle“, „Der Wolf und das Lamm“, „Der Hund und das Schaf“ und unten die präsentierte Fabel „Die Stadtmaus und die Feldmaus“.
Was wisst ihr über Martin Luther? Welche Rolle hat er in der Geschichte der deutschen Sprache gespielt? Mehr Infos findet ihr im Internet!
Aufgaben vor dem Lesen
Sammelt Hypothesen
Wo könnte eine Stadtmaus in der Stadt leben?
Wodurch könnte sich die Lebensweise einer Feldmaus von dieser einer Stadtmaus unterscheiden?
Welche Gefahre erwarten eine Feldmaus im Feld?
Ist die Stadtmaus sicher in der Stadt oder nicht? Warum?
Aufgaben zum Wortschatz
I. Lest den Text! Wie heißt es im Text?
1. in ausreichender Menge, mehr als genügend = reichlich
2. einem Gast zu essen und zu trinken geben –
3. herrlich schmeckend, erfrischend-
4. in ausreichender Menge, mehr als genügend
5. der Vorratsraum-
6. Spaß haben/ fröhlich und munter sein-
7. sich vom Leben vesabschieden-
8. kümmerlich-
II.Findet im Text Gegensätze!
1. reich ↔ arm
2. schweigen
3. hässlich
4. nur selten
5. sehr wenig
6. in Gefahr
7. freundlich
Die Stadtmaus und die Feldmaus
Eine Stadtmaus ging spazieren und kam zu einer Feldmaus. Die bewirtete sie mit Eicheln, Gärstekörnchen, Nüssen und womit nur sie konnte.
Die Stadtmaus aber sprach: „Du bist eine arme Maus. Warum willst du hier in Armut leben? Komm mit mir! Ich will dich und für mich vielerlei köstliche Speisen in Fülle herbeischaffen.“
Die Feldmaus zog mit ihr in ein wunderschönes Haus, in dem die Stadtmaus wohnte, und sie gingen in die Vorratskammer. Dort gab es reichlich Fleisch, Speck, Würste, Brot, Käse und so weiter.
Da sprach die Stadtmaus: „Nun iss und sei guter Dinge. Solche Speisen habe ich tagtäglich im Überfluss.“
Indes kam der Kellermeister und rasselte mit den Schlüsseln an der Tür. Die Mäuse erschraken und liefen davon. Die Stadtmaus fand schnell ihr Schlupfloch, doch die Feldmaus wußte nicht wohin. Sie lief an der Wand hinauf und hinab und hatte schon mit ihrem Leben abgeschlossen.
Als der Kellermeister wieder hinausgegangen war, sprach die Stadmaus: „Es ist keine Gefahr mehr. Lass uns guter Dinge sein!“
Die Feldmaus antwortete: „Du hast gut reden. Du wußtest dein Schlupfloch ohne weiteres zu finden, während ich vor Angst fast gestorben bin. Ich will dir sagen, welcher Meinung ich bin: Bleib du eine reiche Stadtmaus und friss Würste und Speck. Ich will ein armes Feldmäuschen bleiben und meine Eicheln essen. Du bist keinen Augenblick sicher vor dem Kellermeister, vor den Katzen, vor vielen Mäusefallen, und das ganze Haus ist dir feind*. Von all diesen Dingen bin ich frei und sicher in meinem ärmlichen Feldloch.
*in neuer Rechtschreibung: Feind sein(veraltert) = feindlich sein
Lösungen:
I. 2 bewirten 3 köstlich 4 reichlich 5 Vorrattskammer 6 guter Dinge sein 7 mit ihrem Leben abschließen 8 ärmlich
II. sprechen 3 wunderschön 4 tagtäglich 5 reichlich/ in Fülle 6 sicher 7 feind
Aufgaben nach dem Lesen
I. Zusammensetzungen wiederholen. Lesen Sie den Schülern die Fragen. Sie müssen schnell die Anwort sagen oder aufschreiben. Der Artikel vor dem Nomen sollte obligatorisch sein.
0. Wie heißt die Maus, die in der Stadt haust?- die Stadtmaus
- Wie heißt der Meister, der für den Keller verantwortlich ist?
- Wie heißt die Falle für Mäuse?
- Wie heißt die Maus, die auf dem Feld lebt?
- Wie heißt das Loch, wohin die Maus schlupft?
- Wie heißen die Körner von Gerste?
III. Wovor und vor wem sollen sich die Stadtmäuse hüten?
IV. Was könnten die letzten Worte der Feldmaus bedeuten? Erklärt das mit eigenen Wörtern! Könnt ihr eine Parallele zur Gegenwart ziehen?
V.In welcher Reihenfolge ergeben die Abschnitte einen sinnvollen Text?
Tragen Sie die Reihenfolge in die Kästchen ein.
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Die Stadtmaus aber sprach: „Du bist eine arme Maus. Warum willst du hier in Armut leben? Komm mit mir! Ich will dich und für mich vielerlei köstliche Speisen in Fülle herbeischaffen.“ | |
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Die Stadtmaus und die Feldmaus | |
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Da sprach die Stadtmaus: „Nun iss und sei guter Dinge. Solche Speisen habe ich tagtäglich im Überfluss.“ | |
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Eine Stadtmaus ging spazieren und kam zu einer Feldmaus. Die bewirtete sie mit Eicheln, Gärstekörnchen, Nüssen und womit nur sie konnte. | |
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Indes kam der Kellermeister und rasselte mit den Schlüsseln an der Tür. Die Mäuse erschraken und liefen davon. Die Stadtmaus fand schnell ihr Schlupfloch, doch die Feldmaus wußte nicht wohin. Sie lief an der Wand hinauf und hinab und hatte schon mit ihrem Leben abgeschlossen. | |
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Die Feldmaus antwortete: „Du hast gut reden. Du wußtest dein Schlupfloch ohne weiteres zu finden, während ich vor Angst fast gestorben bin. Ich will dir sagen, welcher Meinung ich bin: Bleib du eine reiche Stadtmaus und friss Würste und Speck. Ich will ein armes Feldmäuschen bleiben und meine Eicheln essen. Du bist keinen Augenblick sicher vor dem Kellermeister, vor den Katzen, vor vielen Mäusefallen, und das ganze Haus ist dir feind*. Von all diesen Dingen bin ich frei und sicher in meinem ärmlichen Feldloch. | |
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Die Feldmaus zog mit ihr in ein wunderschönes Haus, in dem die Stadtmaus wohnte, und sie gingen in die Vorratskammer. Dort gabe es reichlich Fleisch, Speck, Würste, Brot, Käse und so weiter. | |
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Als der Kellermeister wieder hinausgegangen war, sprach die Stadmaus: „Es ist keine Gefahr mehr. Lass uns guter Dinge sein!“ |