Archive for the ‘Dvikalbė kūryba’ Category

7 lapkričio, 2020
Lass mich gewinnen
noch einen Tag,
noch eine Stunde,
erhoffte Dämmerung,
erträumten Morgen.
Noch einen Augenblick
lass mich gewinnen
fürs Zusammensein
im menschlichen Gewitter.
Unmöglich?
Begleite mich bis zum
Horizont,
wo Sommerschmetterlinge
herbslich ruhen.
Danke!
2020
….Palydėk mane iki horizonto,kur rudeniškai ilsisi vasaros drugeliai….🍂🦋🍂🦋🍂🦋🍂

Ruhe ist erforderlich

8 rugsėjo, 2020

Lasst mich in Ruhe.
Egal, ob
Winde aus Süden,
ob Winde aus Norden.
Lasst mein Schicksal
durch Stoppelfelder
frei wandern. War
zuviel Dreck unter den Füssen,
zuviel Schmerz
in Form schwarzer Wolken.
Sagt kein Wort.
Geht von mir weg.
Der Dunkelheithirt ist noch
nicht unterwegs.
Winde, lasst mich genießend
das letzte Glas Leben
bis zum letzten Tropfen
austrinken.
Unsterblichkeit wäre
eine Sünde.
Jedem Morgen ruht
der Zauber inne.
Nachtengel, bleib’ zurück,
glücklich und munter!
2020
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8 rugsėjo, 2020

Ahorne,
ich bin tief von euch
beeindruckt.
Bis zum Niesen.
Zackig zackig kommt
der Herbst.
Blätter trennen sich
und fallen zum Verwelken.
Schaurig schaurig
weht der Wind.
Ahorne, ihr werdet nackte
Kerlen zum Auslachen.
Ich niese.
2020

Unterwegs

8 rugsėjo, 2020

Ich bin unterwegs!
Zum Strand, wo steinig’
Sand wie Seide.
Und Nächte duften
rosig, nach Pralinen.
Der möwische Geschrei
als himmlischer Gesang
lässt sich erklingen.
Wo stummen Fische,
sprachlich sehr geübt,
Verse dichten.
Ich bin dabei,
euch seelig zu bewirten
beim festlich zugedecktem
Rundtisch.
Menschen,
lasst mich endlich
meinen Erdestrand erreichen.
Mit Blut und Seele
unterschreibe ich all’ Papiere.
Lasst mich zum Strand,
wo steinig meine Sünden
lachen über meine
sensitive Dichtung.
2020
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Vor herbstlichem Altar

7 rugsėjo, 2020

Erfinde mich in allen Dingen neu,
die um dich herum.
Im Regen, herbstlich schaurigem,
im gelben Birkenblatt,
der auf der Straße traurig, weil
unbeachtet liegt.
Von mir geschencktes Buch, das du
längst im Regal vergessen,
erhält mein Brieflein,
als Schutzengel jugendlich gefaltet.
Und blaue Worte drin:
“Ich lass’ dich glücklich deiner Wege
fliegen, mein Schmetterling.
Und bleib im Flug geschützt von mir.“
Vor herbstlichem Altar
wir beide nun im Beten einzeln knien,
im Todesangst.
Das Kerzenlicht mumifiziert Gesichter.
Erkenne mich, erfinde neu.
Ich bin bis zur Ewigkeit für dich dabei.
2020

Priešais rudens altorių
Aptakus vertimas

Surask mane visuos daiktuos iš naujo.
Šiurpiam rudens lietuj,
pageltusiam lape nuo beržo, lūdinčiam
ant grindinio vienumoj.
Mano dovanotoj knygoje, dulkančioj lentynoj
užmaršty, laiškelis, sulankstytas angelo pavidalu
ir žodžiai mėlynai:
“Paleidžiu skrist tave, drugeli.
Nepavojingo skrydžio. Saugosiu tave.“
Prieš rudens altorių atskirai suklupę meldžiamės,
bijodami mirties.
Žvakių šviesos mumifikuoja veidus.
Atpažink mane, surask, išrask mane iš naujo.
Būsiu tavo, kol amžinybė mus įtrauks.
2020